Kostenlose Newsletter Anmeldung

Holen Sie sich per e-Mail alle exklusiven Angebote direkt ins Haus, verpassen Sie keinen Super-Preis-Nachlass.

Einmal monatlich oder als Sondernewsletter. Sie können sich jederzeit wieder abmelden!

Chemie im Haushalt

Chemie im Haushalt

Chemie kommt im Haushalt öfter vor, als es den meisten von uns bewusst ist. Nicht wenige Produkte enthalten Lösungsmittel, Säuren, Konservierungs- und Duftstoffe, waschaktive Substanzen und eine Vielzahl anderer Inhaltsstoffe. Bis zu 5.000 verschiedene Chemikalien begleiten uns zu Hause. Obwohl dem Verbraucher durch die Auflistung aller Inhaltsstoffe Transparenz vermittelt werden soll, können die wenigsten mit den chemikalischen Fachbegriffen etwas anfangen. Viele der Substanzen sind im Hinblick auf Ihre Wirkung und den unerwünschten Nebeneffekten kaum erforscht. Wir möchten Einblick geben in die Welt der Haushaltschemikalien, mit denen wir tagtäglich in Kontakt kommen, und sie hinsichtlich ihrer Verträglichkeit von Mensch und Umwelt vergleichen.

Waschmittel

Viele der Inhaltsstoffe von Waschmitteln sind umweltschädlich. Bis Mitte der 60er Jahre waren noch Tenside enthalten, die im Abwasser für große Schaumberge sorgten. Dieser Nebeneffekt tritt mittlerweile nicht mehr auf, die Tenside sind vollständig biologisch abbaubar. Andere Inhaltsstoffe sind weiterhin als bedenklich einzustufen.

Phosphate wurden in Waschmitteln größtenteils durch umweltfreundliche Zeolithe ersetzt, in z.B. Klarspülern sind sie aber noch weit verbreitet. Die Folge sind ein problematisch verstärktes Algenwachstum in Gewässern, was den Sauerstoffgehalt so weit reduzieren kann das dort kein Leben mehr möglich ist (Eutrophierung).

Weiterhin sind in fast allen Waschmitteln optische Aufheller, Konservierungsstoffe, Paraffine, Polycarboxylate, Silikone und Farbstoffe enthalten. Auch zugesetzte Duftstoffe sind kritisch zu betrachten. Der menschliche Organismus reagiert hier sehr individuell, besonders bei sensiblen Personen können sie Allergien auslösen.

Ein Vollwaschmittel-Pulver besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Tenside 15%
  • Wasserenthärter 25%
  • Bleichmittel 25%
  • Füllstoffe 25%
  • Zusatzstoffe 10%

Mit der Entwicklung von Tabs anstelle des Pulvers konnte neben einer Verbesserung der Wirksamkeit auch eine Reduzierung von Füllstoffen erreicht werden. Diese sind besonders umweltschädlich. Eine noch bessere Alternative bieten die so genannten Baukasten-Waschmittel. Hier stellen Sie sich aus den einzelnen Komponenten Ihr Waschmittel selbst zusammen. Achten sie dabei auf PH-Neutralität der Produkte, um die Haut zu schonen, Auch biologisch abbaubare Waschmittel sind, gegen dementsprechenden Preis, erhältlich.

Weitere Vorsicht ist geboten bei Verwendung von gewerblichen Reinigungsmitteln. Sie sind deutlich aggressiver als solche für den Privathaushalt. Speziell bei Geschirrspülern ist ein Trend zu den gewerblichen Produkten beobachten.

Bei vielen Flecken reagieren Sie idealerweise direkt, umso weniger aggressiv müssen die verwendeten Mittel sein. So lässt sich ein Blutfleck nach dem Entstehen ganz einfach mit kaltem Wasser auswaschen.

Für die Waschmaschine gilt, genau wie für Spülmaschinen, das niedrig temperierte Programme die länger laufen besser sind als Kurzprogramme mit hohen Temperaturen. Damit können Sie den Energieverbrauch stark reduzieren. Dennoch sollte ungefähr jeder fünfte Gebrauch auf 60°C erfolgen, um der Bildung von Bakterien vorzubeugen.

Seife

Herkömmliche Seife löst die natürliche Fettschicht der Haut auf. Deshalb verursacht häufiges Hände waschen trockene Haut. Anders verhält sich die Arzt-Seife. Da sich Ärzte naturgemäß häufig die Hände waschen, wurde speziell für dieses Berufsfeld eine stark rückfettende Seife entwickelt. Mit dieser Variante bleibt die Fettschicht intakt, ohne das die Seife einen fettigen Film zu hinterlässt.

Papier

Eine weniger bekannte Quelle für Chemie im Haushalt ist das Papier. Die unbehandelten Holzfasern haben einen bräunlichen Farbton. Um reinweißes Papier herzustellen, ist das Bleichen mit Chlor notwendig. Bei diesem Prozess entstehen hochgiftige und krebserregende Verbindungen, wie z.B. PCB, Chloroform oder Dioxine. Sie stellen eine enorme Belastung für unsere Gewässer darüber auch in unsere Nahrungskette. Rückstände davon befinden sich ebenfalls auf dem Papier. Vermeiden Sie deshalb unbedingt den Gebrauch von chlorgebleichtem Toilettenpapier, da es ein erhebliches Gesundheitsrisiko beinhaltet. Beim Recycling als Altpapier werden die Stoffe erneut an die Umwelt abgegeben.

Eine andere Möglichkeit Papier zu Bleichen bietet das umweötfreundlichere Wasserstoffperoxid. Achten Sie beim Kauf auf den Zusatz „chlorfrei gebleicht“. Farbiges Papier sollte nur wenn es wirklich notwendig ist verwendet werden, da es in den meisten Fällen nur bedingt wiederverwertbar ist.

Schädlingsbekämpfungs- und Düngemittel

Durch den großflächigen Einsatz von Schädlingsbekämpfungs- und Düngemitteln in der Landwirtschaft, ist das unterliegende Grundwasser hohen Belastungen ausgesetzt. Doch auch der private Einsatz derartiger Mittel im kleineren Rahmen sind die Nitrate und Phosphate schädlich für unsere Gewässer. Das Insektizid DDT wurde in der EU verboten, durch den Einsatz in Ländern der dritten Welt im Kampf gegen die Malariamücke ist es aber auf der ganzen Welt nachweisbar. Selbst am Nordpol sind Rückstände zu finden. Das Erbgut verändernde Gift des Insektenmittels kann heute in fast jeder Muttermilch nachgewiesen werden. Auch in Deutschland frei verkäufliche Insektizide sind nicht bedenkenlos. Ökologisch verträgliche Produkte sind auf dem Markt nicht zu finden.

Als einzige Alternative bieten sich daher altbewährte Hausmittel an, die Auswahl ist dabei erstaunlich groß und auch die Wirksamkeit kann überraschen. Unter anderem eignet sich eine mit Nelken versetzte Orange dazu, kleine Schädlinge fern zu halten. Möchten Sie dennoch nicht auf die Wirkstoffe aus der Dose verzichten, achten Sie darauf keine biozidhaltigen Mittel zu verwenden bzw. diese nur mit Bedacht einzusetzen.

Ein weiterer Nachteil der chemischen Mittel ist, dass nicht nur Schädlinge sondern auch nützliche Insekten bekämpft werden. Es gibt aber auch umgekehrt eine biologische Herangehensweise. Sie können dem Schädlings-fressendem Nutztier in seinen Lebensbedingungen unterstützen, z.B. mit Nisthilfen für Vögel.

Als Ersatz für Düngemittel empfehlen wir Kompost.

Farbe

Wenn Sie Farbe kaufen, sollten Sie besonders auf die Umweltverträglichkeit achten. Sonst besteht die Möglichkeit, dass sie Blei enthalten. Außerdem können Lösungsmittel eingeatmet werden, die zu Vergiftungs-Erscheinungen führen.

Für die Entsorgung von Farbresten ist der Gang zum Sondermüll oder einem Wertstoff-/ Recyclinghof erforderlich.

Medikamente

Medikamente dürfen weder im normalen Hausmüll noch im Abfluss entsorgt werden. Alte oder nicht verwendete Reste können Sie in jeder Apotheke abgeben. Hier werden auch Thermometer angenommen, die noch mit dem Nervengift Quecksilber arbeiten.

Reinigungsmittel

Die meisten Deutschen verwenden Reinigungsmittel im Haushalt zu oft und auch zu hoch konzentriert. Das Angebot ist riesig. Für fast jeden Fleck wird ein Spezialreiniger angeboten. Dabei ist der Schmutz in den meisten Fällen fettlöslich, einfaches Spülmittel im Wasser aufgelöst ist dabei ausreichend. Bei Kalk basierten Flecken ist Essigreiniger, mit Wasser verdünnt, die beste Lösung. Spezielle Fleckenmittel enthalten oft umweltschädliche Zusatzstoffe. Auch hier lohnt sich das stöbern in altbewährten Hausmitteln. So lassen sich z.B. Tintenflecke mit Salz und Essig wirksam bekämpfen. Einige Abflussreiniger sind stark alkalisch und oft überflüssig, da sich die meisten Verstopfungen mit einer Saugglocke beseitigen lassen. Das Mittel enthält außerdem Aktivchlor (Natriumhypochlorit), genau wie Antischimmel-Produkte. Wird das Chlorgas eingeatmet, kann dies Schäden an den Atemwegen und Lunge zur Folge haben.

Grundsätzlich verwenden die Deutschen im Schnitt zu viel Wasch- und Reinigungsmittel. Jedes Jahr werden rund 1,3 Millionen Tonnen davon verkauft, und das nur an private Haushalte. Darin spiegeln sich auch die Putzgewohnheiten unseres Landes wieder. Die Mehrheit führt einen übertrieben sauberen Haushalt und geht dabei mit wahren Chemiekeulen zu Werke. Damit gefährden sie nicht nur die eigene Gesundheit, sondern sorgen auch für die immer weiter ansteigende Belastung der Umwelt. Denn ein Großteil der verwendeten Wasch- und Reinigungsmittel landet im Abfluss. Auf diesem Weg gelangen die Schadstoffe zurück zu den Menschen. In unserem Lebensumfeld können sie überall nachgewiesen werden.

Ein großes Problem stellen chlorhaltige Mittel dar, wie z.B. WC-Reiniger mit anorganischen Säuren. Im Vergleich zu anderen Produkten schaden diese der Umwelt am meisten. Auch stark saure oder alkalische Reinigungsmittel sollten vermieden werden. Bei falscher Anwendung haben sie Hautreizungen bis hin zu schweren Verätzungen zur Folge. Wenn Sie mit der Saugglocke nicht weiter kommen, lassen Sie Backpulver oder Soda mit Essig über Nacht einwirken.

In der Werbewelt prominent vertreten sind desinfizierende und antibakterielle Reinigungsmittel. Deren Einfluss auf unsere Gesundheit, speziell auf die nützlichen Bakterien, wird oftmals unterschätzt. So können sie unsere Abwehrkräft5e verringern und Krankheiten unterstsützen. Außerdem können durch eine Schädigung der Hautflora Allergien und Ekzeme entstehen. Einige Mittel enthalten sogar Stoffe die in Verdacht stehen, krebserregend und teilweise Erbgut verändernd zu sein. Formaldehyd ist bekannt als Substanz mit breiter, desinfizierender Wirkung. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung wurde der Zusammenhang mit Krebs-Erkrankungen bereits nachgewiesen. Eine große Rolle spielt dabei die Menge, welche eingeatmet wird. Andere Substanzen, wie Triclosan, werden über die Haut aufgenommen. Im menschlichen Organismus können sie den Entgiftungsstoffwechsel beeinflussen, bis hin zu Leberschäden hervorrufen. Triclosan wird in vielen Produkten zur Desinfektion sowie zur Konservierung eingesetzt. Dazu gehören auch Seife, Zahnpasta und Deodorant. Im Abwasser ist es zu stark verdünnt um noch eine weitere desinfizierend Wirkung zu haben. Dafür gibt es den Bakterien aber die Möglichkeit, sich an ihn zu gewöhnen und dagegen resistent zu werden. Das gilt auch für Resistenzen gegen Antibiotika von Krankheitserregern.

Ein weiterer Inhaltsstoff, der in vielen Reinigungsmitteln enthalten ist, nennt sich Natriumhypochlorid. Die Substanz setzt Chlor frei und kann damit Haut sowie Schleimhäute reizen. Wichtig zu wissen: Diese Produkte dürfen keinesfalls zusammen mit essighaltigen Reinigern verwendet oder vermischt werden. Schwere Vergiftungen können sonst die Folge sein.

Für einen sauberen Haushalt braucht es keine große Vielfalt an Reinigern. Experten empfehlen einen Allzweckreiniger, Spülmittel und Scheuermilch. In manchen Fällen ist dann möglicherweise etwas stärkeres Schrubben notwendig, dennoch kann mit diesen drei Produkten fast jeder Fleck beseitigt werden. Für spezielle Schmutzarten werden zahllose, individuelle Produkte angeboten. Meistens sind diese jedoch besonders gesundheits- und umweltschädlich. Alternativ gibt es mindestens genau so viele Empfehlungen für wirkungsvolle Hausmittel. Allerdings können nicht alle davon halten, was sie versprechen. So ist z.B. das zugefügte Backpulver, um Gardinen zu waschen, mehr als zusätzliche Verschmutzung zu betrachten.

Als Entkalker eignet sich Essig nicht immer. Denn einige Armaturen in Badezimmern vetragen die Oberflächen angreifende Substanz nicht. Außerdem kann auch der heiße Dampf ungesund sein. Besser ist Zitronensäure. Auch ein fertiges Produkt kann bedenkenlos verwendet werden, so lange es kein Chlor enthält und auf pflanzlicher Basis hergestellt wurde. Die Schwierigkeit darin besteht, ein derartiges Produkt im großen Angebot der Reinigungsmittel zu finden. Bestimmte Siegel wie der blaue Engel oder die europäische Blume können hier als Hilfestellung dienen. Am meisten Glück werden Sie aber in spezialisierten Bio-Geschäften haben.

Mit konzentrierten Reinigungsmittel sparen nicht nur Sie an Verpackung sondern reduzieren auch den Transportaufwand und schonen damit die

Bei vielen Verschmutzungen ist die beste Taktik: Entfernen ohne Zeitverzögerung. So kann sich der Dreck gar nicht erst festsetzen. Auch vorbeugend kann geputzt werden. Wenn Sie Dusche und Waschbecken nach dem Gebrauch abtrocknen, hat der Kalk keine Chance. Denken Sie auch daran, die Putzlappen häufiger auszukochen oder ganz zu wechseln. Zu empfehlen sind Mikrofasertücher oder fettlösende Tücher aus Viskosefasern (kompostierbar). Sie eignen sich auch zum streifenfreien Putzen der Fenster, Spülmittel mit Wasser verdünnt ist ideal.

Für den Backofen ist normalerweise das fettlösliche Spülmittel ausreichend. Bei hartnäckigen Verschmutzungen über Nacht einweichen

Nanopartikel

Die Nanotechnologie hat sich in einem breiten Feld der Industrie einen Namen gemacht. Sie bezeichnet die Erzeugung definierter Strukturen unterhalb von 100 nm (Nanometer). 1 nm entspricht dem Milliardstel eines Meters. Diese Strukturen werden z.B. in Sonnencremes mit mineralischem UV-Filter verwendet. Auch bei den so genannten „selbstreinigenden Oberflächen“ kommt die Technologie zum Einsatz. Die Beschichtung soll dafür sorgen, das Schmutz keinen Halt findet und so leichter zu entfernen ist. Ebenso gibt es kratzfesten Lack, kalkresistente Gläser und schmutzabweisende Kleidung mit der Nanotechnologie. Um diese Schicht zu erhalten müssen die Reinigungsmittel einen bestimmten PH-Wert vorweisen. Obwohl die Technologie bereits flächendeckend angewendet wird, steht die Risikoforschung zu diesem Thema noch ganz am Anfang. Als kritisch sehen Experten die Aufnahme der Nanopartikel über die Atemwege. Besonders Sprays streuen ihre Partikel im Tröpfchen-Nebel sehr breit und machen das Einatmen wahrscheinlich. Die Aufnahme über die Haut oder versehentliches Schlucken wird weniger bedenklich eingestuft.

Kosmetik

Haarspray enthält Aerosole aus Filmbildner wie PVP-Polyvinylacetat und modifizierten Kunststoffen. Die nebelartige Textur wird schnell eingeatmet und kann Atemwege und Schleimhäute reizen. Eine ökologische Alternative, die allerdingts etwas klebrig werden kann: Zuckerwasser.

Shampoo enthält neben Tensiden und Konservierungsstoffen häufig auch Silikone. Experten raten dazu, das Haarpflegemittel nicht täglich zu verwenden. Es gibt viele Rezepte aus einfachen Zutaten, die den gleichen Reinigungseffekt erzielen. Eine Möglichkeit sind Eigelb, etwas Honig, Zitronensaft und Olivenöl, einfach miteinander vermengen.

Kritisch bewerten wir auch die Inhaltsstoffe von Zahnpasta, besonders Natriumlaurysulfat und Triclosan. Hier gibt es allerdings keine empfehlenswerte Alternative.

Chemie im Haushalt mit Kindern

Wer mit Kindern zusammenlebt, macht sich naturgemäß mehr Gedanken über die Folgen der Anwendung von Chemie im Haushalt. Denn selbst bei sachgemäßem Gebrauch können chronische Gesundheitsschäden entstehen. Außerdem sind die im Haushalt üblichen Chemikalien die häufigste Ursache für Vergiftungen bei Kindern.

Jahresbericht des Giftinformationszentrums Mainz, eines der größten in Deutschland.

Es gibt Schadstoffe, die sich auf Oberflächen und sogar im Hausstaub anreichern (z.B. Insektizide). Nach und nach werden sie an die Raumluft wieder abgegeben. So kann eine chronische Belastung von bestimmten Schadstoffen entstehen.

Die meisten Allergien werden durch Duftstoffe ausgelöst. Seit Jahrzehnten steigt die Anzahl dieser Fälle weiter an. Auch Desinfektionsmittel und die dadurch keimfreie Umgebung tragen zu den übersensiblen Reaktionen bei. Von der routinemäßigen Anwendung wird daher abgeraten.

Die Zahl der Allergien steigt nicht nur wegen der immer größeren Zahl von Duftstoffen in alltäglichen Produkten. Auch die übertriebene Reinlichkeit in deutschen Haushalten führt dazu, dass die jungen Immunsysteme nicht trainiert werden. Eine gesundes Maß an Bakterien hingegen stärkt die Abwehr von Kindern. So konnte eine Studie nachweisen, dass Kinder die auf Bauernhöfen aufwachsen am wenigsten von Allergien betroffen sind.

Entsorgung von Chemie im Haushalt

In den meisten Haushalten sammelt sich mit der Zeit ein großes Sammelsurium an Putzmitteln, Farben, Medikamenten und anderen Chemikalien. Nur wenige nehmen die Gefahr wahr, die teilweise davon ausgeht. Anders ist es kaum zu erklären warum derartige Produkte immer noch im Abfluss entsorgt werden. Auf diesem Weg gelangen sie in die Kläranlage, wodurch die Reinigungsleistung abnimmt. Desinfektionsmittel z.B. töten die Bakterienkulturen, welche in der Anlage für die weitere Zersetzung sorgen.

Aber auch die Entsorgung im normalen Hausmüll birgt Gefahren. Durch die Lagerung auf Mülldeponien sickern verschiedene Inhaltsstoffe in das Grundwasser. Batterien enthalten zwar kein Quecksilber mehr, dafür aber Schwermetallsalze die ebenfalls giftig sind. Daher unbedingt bei Batterie-Sammelstellen abgeben, die in fast jedem Supermarkt zu finden sind. Besser als Batterien sind wiederaufladbare Akkus oder Solarzellen für kleinere Geräte wie z.B. Taschenrechner.

Besondere Vorsicht ist bei Altöl geboten. Nur 100 ml davon können 100.000 Liter Trinkwasser verunreinigen. Wenn z.B. beim Ölwechsel Altöl anfällt, muss dieses bei einer Altölsammelstelle entsorgt werden. Auch Tankstellen bieten sich dafür an, wenn hier neues Öl gekauft wird.

Chemikalien gehören generell auf den Sondermüll. An regelmäßigen Termin steht der Entsorgungs-LKW dafür bereit. Aber auch die meisten Verkausstellen, bei denen Sie das jeweilige Produkt erworben haben, nehmen Reste zurück. Teilweise sind sie dazu sogar verpflichtet.

Allgemeine Hinweise

Achten Sie beim Umgang mit Chemie im Haushalt immer genau die Anwendungshinweise auf der Verpackung. Gehen Sie dabei nach dem Prinzip „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ vor. Beim Einsatz der Mittel sollten Sie Handschuhe tragen. Schützen Sie außerdem Augen und Atemwege vor ätzenden Chemikalien (besonders bei Insektiziden, Abfluss- und Backofenreinigern). Beim Umgang mit leichtentzündlichen Produkten vorher prüfen, ob alle Zündquellen entfernt wurden. Maler- und Lackiererarbeiten sollten ohne Kinder und nur mit ausreichender Lüftung stattfinden.

Die Aufbewahrung sollte natürlich außerhalb der Reichweite von Kindern erfolgen. Dabei ist auch wichtig, die Inhalte niemals in Produktfremde Behälter wie z.B. Wasserflaschen umzufüllen.

Laut den Vorgaben der Europäischen Union müssen Produkte, die gefährliche Chemikalien enthalten, seit 2009 dementsprechend gekennzeichnet werden. Mit der Einführung des GHS (Globally Harmonised System) gibt es ein weltweit einheitliches Modell für die Kennzeichnung von chemischen Substanzen und der Einstufung ihrer Gefahr. Seit 2015 gilt dies auch für Farben und Lacke, sowie für Wasch- und Reinigungsmittel. Die Kennzeichnung muss die folgenden Bestandteile enthalten:

  • Name der Substanz
  • Kontaktdaten des Lieferanten
  • Gefahrenpiktogramm (Symbol für Art und Niveau der Gefahr)
  • Hinweise zur bestehenden Gefahr (R-/H-Sätze)
  • Sicherheitshinweise (S-/P-Sätze)

Textilien: Bettwäsche

Haarfärbemittel

Kosmetik

Schuhputzmittel, Imprägnierspray

Möbel

Elektronische Geräte

Spielzeug

Klebstoffe

Bauchemikalien

Benzin

Umweltgütesiegel: blauer Engel, europäische Blume

 

 

Bitte bewerte diesen Beitrag!

Letzte Aktualisierung am 27.04.2017 um 12:51 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Keine Kommentare.

Was denken Sie?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.