Medikamente

Medikamente oder Arzneimittel sind Stoffe, die eine Wirkung auf den Körper eines Menschen oder Tieres besitzt, die zur Heilung oder Verhütung einer Krankheit führt. Die Geschichte dieser Mittel reicht in Form von Heilpflanzen bis in die Zeit der frühen Hochkulturen zurück, bei denen zwar viele Arzneipflanzen bekannt waren, aber natürlich eben nur diese organischen Stoffe. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Chemie jedoch so weiter, dass es ihr nicht nur gelang aus bestimmten Pflanzen die heilenden Substanzen zu isolieren, sondern sie nun auch in der Lage war organische Arzneimittel zu synthetisieren, was die Welt der Medikamente in größtem Maße revolutionierte. Vor allem im 20. Jahrhundert kam es dabei zu beeindruckenden Ergebnissen, sodass sich die Lebenserwartung in nur kürzester Zeit erhöhte, da viele Krankheiten, die heute als Bagatellerkrankung gesehen werden, damals jedoch tödlich verlaufen konnten, auf einmal geheilt werden konnten. Damit Menschen Medikamente nicht aus den falschen Händen bekommen, haben auch heute noch nur Apotheken das Recht den Handel mit Arzneien zu betreiben, wobei hier unterschieden wird zwischen den rezeptfreien Medikamenten, die vor allem zur Selbstbehandlung bei kleinen Erkrankungen dienen, und den rezeptpflichtigen Medikamenten, die massiv in den Organismus des Menschen eingreifen und auch bei schwereren Krankheiten Linderung verschaffen. Aber auch bei Behandlungen beim Zahnarzt, wie z.B. das ziehen von Weisheitszähnen oder beim Einsetzen von Zahnimplantaten. Mehr zu den Behandlungen können sie auf http://www.zahnarzt-angst-tipp.de erfahren.

Die meisten Medikamente werden heute mit 80 Prozent in der Form von Tabletten und Kapseln auf den Markt gebracht, wobei es durchaus auch andere Darreichungsformen gibt. So werden beispielsweise im Bereich der Notfallmedizin fast nur Lösungen angewendet, die zur Injektion in die Vene des Patienten geeignet sind, da diese oft nicht mehr ansprechbar sind und so ein Schlucken der Tablette unmöglich wäre. Vor allem bei Krankheiten der Lunge können auch so genannte Aerosole genutzt werden, die eine Sprayform haben und beispielsweise bei Asthmaanfällen benutzt werden können. Des Weiteren existieren Salben zur äußerlichen Anwendung oder Zäpfchen zur rektalen Anwendung, bei denen der Wirkstoff der Medikamente sehr schnell aufgenommen werden kann, da die Darmschleimhaut gut durchblutet wird, wobei natürlich die direkte Injektion die schnellste Resorption der Medikamente ermöglicht und Tabletten durch den Umweg über den Magen die längste Zeit bis zur Wirkung benötigen.

Das Interessante beim Umgang der Medikamente ist jedoch neben der eigentlichen Wirkung, die gezielt gefordert wird zur Behandlung, die Tatsache, dass weitere Wirkungen erzielt werden. So existieren beispielsweise Wechselwirkungen, die zwischen Medikamenten auftreten können und diese so verstärken oder abschwächen können. So fällt die Wirkung von Omeprazol, einem Medikament, das die Bildung von Magensäure hemmt, bei gleichzeitiger Gabe des pflanzlichen Mittels Johanniskraut, das oft zur Stimmungsaufhellung, aber auch zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden, eingesetzt wird, weg. Weitere Wirkungen, die auftreten können, sind die so genannten Nebenwirkungen, die fast immer nicht erwünscht sind und sich meistens in leichteren Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Bauchschmerzen äußern. Jedoch gibt es auch einige Medikamente, die mit schwereren Nebenwirkungen einhergehen können, sodass beispielsweise Halluzinationen oder Krampfanfälle drohen, die mit anderen Medikamenten behandelt werden können. Am gefürchtesten sind allerdings allergische Reaktionen auf Medikamente, die man nie völlig ausschließen kann, wobei natürlich auch hier Gegenmittel existieren. Man muss dazu jedoch auch sagen, dass die Pharmaindustrie natürlich bemüht ist, diese zusätzlichen Wirkungen so gering wie möglich zu halten.

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